Alle Rettungshundestaffeln arbeiten ehrenamtlich

- ob an Hilfsorganisationen angebunden oder als freie Staffel.

 

Ihre Anforderung und die Einsätze sind kostenlos


Zitat aus "Der Hund im Rettungsdienst" von Andrea Freiin von Buddenbrock

 

Anforderungen an den Hundeführer

 

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Unsere Arbeit ist auch lange nicht so prestigeträchtig und glamourös wie manch einer vermutet.

Große Auftritte an der Einsatzstelle nach dem Motto "Aus dem Weg, ich bin der Rettungshundeführer, mein Hund rettet Menschenleben" sind ebenso deplaziert wie das ostentative Tragen der Einsatzjacke in der Freizeit. Bescheidenheit ist eher angebracht. Das Rettungshundeteam ist nur ein kleiner Teil der Einsatzmannschaften an der Einsatzstelle. Nur wenn alle Hand in Hand arbeiten und es kein unnötiges Kompetenzgerangel gibt, ist erfolgreiche Hilfe möglich.

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Rettungshundeführer

 

• kommen im Jahr mit Ausbildung, Einsätzen, Vorführungen … durchschnittlich auf 800 – 1000 Stunden

 

• sind 24 Stunden täglich und vielfach 365 Tage einsatzbereit

 

• haben zum Teil höhere Kosten (Ausrüstung, Benzin, Tierarzt, Versicherung)

 

• sollten mit ihrem Hund und ihrem Auftreten in der Öffentlichkeit stets Vorbild sein

  

• sind bei Tag und Nacht, bei Sonne, Regen, Schnee und Eis im Gelände unterwegs

 

 

Anforderungen an Hund und Halter

 

HUND

 

- Wesenssicherheit, ruhig,aufmerksam,sicher

- mittleres Temperament

- hohe bis mittlere Reizschwelle

- Geräuschunempfindlichkeit

- Gleichgültigkeit gegenüber Feuer, Rauch, Gerüche, unangenehme Untergründe

- Ausdauer

- Kombinationsfähigkeit

- enge Bindung an Hundeführer

- ausgeprägter Such- und Stöbertrieb

- Beute - Spieltrieb

- mittlere Größe

- Verträglichkeit

 

Halter

 

- Physisch und psychisch belastbar

- Umgang mit dem Hund

- Disziplin

- Teamgeist

- logisches Denken

- Unterordnungsbereitschaft

- Kameradschaft

 

Ausbildung

 

Bei der Ausbildung zum Rettungshund machen wir uns das enorme Riechvermögen des Hundes zu Nutzen. Ein mittelgroßer Hund hat ca. 200 Millionen Riechzellen, 44mal mehr als der Mensch. Er kann z.B. Buttersäure in einer 100 – 100 Millionen mal größeren Verdünnung wahrnehmen als der Mensch. Allerdings gibt es auch rassebedingte Unterschiede in der Riechleistung. Außerdem wird das Riechvermögen durch Faktoren wie

- Erbgut (Sichthetze + Windhund, Such- und Stöbertrieb + Jagdhund)

- Intelligenz sowie

- Abrichtung + Übung beeinflusst

 

Die Riechschleimhaut beim Hund hat eine Fläche von 75 – 150 cm², beim Menschen gerade mal 5 cm².

Das Riechhirn des Hundes nimmt ca. 1/8 des Gesamthirns ein. Chemikalien oder Abgase können die Riechzellen blockieren

(! Kohlenmonoxid!)

Es ist nun natürlich nicht so, dass ein Hund von vornherein mit dem Geruch etwas anzufangen weiß oder gar verknüpft, dort ist ein Mensch, den muß ich suchen. Hunde sind Egoisten. In der Ausbildung wird z.B. ihr „Wunsch“ jemanden zu finden, der mit ihm spielt oder Futter hat ausgenutzt. Problematisch dürfte die Praxis einiger Staffeln werden, den Schutztrieb der Hunde zur Ausbildung zu nutzen. Warum ? In der Praxis ist zu beachten, dass der Individualgeruch des Menschen durch rassische, kulturelle und ernährungsbedingte Unterschiede mitgeprägt wird (negroide, Knoblauch, Alkohol…)

- Luftströmung, Geruchskonzentration

 

Neben der Suchausbildung in den verschiedenen Sparten gehören für den Hund die Geräte/Hindernisarbeit sowie ein gewisses Maß an Unterordnung / Gehorsam dazu.

Der Hundeführer muß sich neben der Arbeit mit seinem Hund noch Kenntnisse in

- Erste Hilfe Mensch und Hund

- Bergung von Verunglückten

- Trümmerkunde

- Funk

- Einsatztaktik

- Verhalten in Risikosituationen

- Umgang mit Karte und Kompaß

 

aneignen.

 

 

Einsatzmöglichkeiten

 u.a.

 

• Trümmersuche

 

- Gasexplosion

- Gebäudeeinsturz

- Flugzeugabsturz

- Zugunglück

- Naturkatastrophen

 

 

• Flächensuche

 

- Pilzsucher

- Jäger

- Naturfotograf

- Spaziergänger

- VKU (Bus)

 

• Mantrailing

 

- abgängige Personen (z.B. aus Senioren/Altersheimen)

- VKU ( Schockopfer)

- Kinder

 

update 09.01.2018


Infos zur Ausbildung jederzeit per Telefon,Mail oder Sie vereinbaren einen Termin zum gegenseitigen Kennenlernen.

 

Völlig kostenfrei

 

und unverbindlich